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Norm-Löcher für Schweizer Käse in USA

Tages-Anzeiger Zurich

Den USA sind die Löcher im «Swiss Cheese» zu gross. Sie wollen mehr Material statt Luft im Käse und haben deshalb den Minimalstandard für die Grösse der Löcher auf die Hälfte reduziert. Auswirkungen auf dem Export ergeben sich nicht (kein Witz, lesen Sie selber).

Die neue Norm für Schweizer Käse in den USA tritt auf den 22. Februar in Kraft. Die Minimalgrössere für die Löcher in den Industriekäsen «Swiss Cheese» und «Emmentaler Cheese» wird umgerechnet von etwa zwei auf einen Zentimeter herabgesetzt.

Die Normen der US-Landwirtschaftsbehörden sind nicht verbindlich, sagte Becky Unkenholz, Sprecherin der US-Landwirtschaftsbehörde. Sie werden aber in der Regel respektiert.

Die kleinen Löcher haben den Vorteil, dass bei den hohen Geschwindigkeiten der automatischen Schnittmaschinen weniger Abfälle entstehen, wenn die Tranchen wegen der Löcher hängenbleiben oder brechen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bedauert die neue Norm, obwohl es sich beim «Swiss Cheese» um ein Produkt handelt, das eigentlich mit der Schweiz nichts zu tun hat.

Die Schweiz hat sich in der Konsultation gegen die neue Norm zur Wehr gesetzt, weil sie ihrer Auffassung nach gegen den Lebensmittelkodex der Weltgesundheitsorganisation und die Bestimmungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der USA verstosse.

Auch wissenschaftliche Argumente wurden vorgebracht, weil der «Emmentaler» naturgemäss ein Käse mit grossen Löchern ist.

Auswirkungen für die Schweizer Exporte von Qualitätskäse hat die neue Norm keine. Der richtige» Emmentaler wird nämlich in den USA unter der Bezeichnung «Emmentaler Cheese from Switzerland» verkauft.

Die Löcher im Käse stammen übrigens vom Kohlendioxid, das von einer Milchbakterie produziert wird.
 

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